Arbeitsgemeinschaft Wissenschaftliche Psychotherapie (AWP)
Dr. Elisabeth Schramm
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PD Dr. Elisabeth Schramm Dr. Elisabeth Schramm

PD Dr. Elisabeth Schramm arbeitet seit 1990 als Klinische Psychologin in leitender Position am Universitätsklinikum Freiburg, Abteilung Psychiatrie und Psychotherapie. Seit 1993 ist sie ebenfalls als Psychotherapeutische Supervisorin tätig. Sie erlernte das CBASP im Jahre 2004 von Professor Dr. James McCullough im Rahmen eines 3-tägigen Intensiv-Workshops in Freiburg und einer sich daran anschließenden Praxis-Trainingswoche in Richmond, VA sowie durch die videogestützte Supervision mehrerer Fälle durch McCullough. Seit Januar 2006 ist sie die erste von Dr. McCullough zertifizierte Ausbilderin und Supervisorin in der CBASP-Methode in Europa. Sie hat sowohl gemeinsam mit Dr. McCullough als auch als Haupttrainerin bereits zahlreiche Trainingsseminare in CBASP durchgeführt. Bis zum heutigen Tag stehen McCullough und Schramm in regelmäßigem Skype-Kontakt, um weiterhin schwierige Fälle, Supervisonsfragen oder andere CBASP-bezogene Angelegenheiten zu besprechen.
Im Juni 2008 wurde auf ihre Initiative hin der Dachverband CBASP-Netzwerk e.V. gegründet, bei dem PD Dr. Schramm als Präsidentin fungiert (Link zur Vereins-Homepage in Arbeit).
 

Erfahrung in der therapeutischen Arbeit mit depressiven Patienten hat PD Dr. Schramm seit 1989 im Rahmen verschiedener Forschungsprojekte zum Thema Depressionspsychotherapie sowie im Rahmen ihrer langjährigen praktischen Arbeit mit depressiven Patienten. Im Jahre 1993 erlernte sie zusätzlich zu ihrer ursprünglichen Ausbildung in kognitiver Verhaltenstherapie in Pittsburgh bei Professor Dr. Ellen Frank die Methode der Interpersonellen Psychotherapie zur Behandlung phasisch verlaufender Depressionen. Nach Ihrer Rückkehr 1995 wurden von ihr und ihrer Arbeitsgruppe an der Freiburger Universitätsklinik umfassende Arbeiten bezüglich des klinischen Einsatzes der IPT im stationären und ambulanten Setting, der Einführung des Verfahrens in deutschsprachigen Ländern, aber auch systematische Forschungsarbeiten unter Anwendung der IPT geleistet. Dazu gehörte auch die Aktualisierung und deutsche Bearbeitung des Behandlungsmanuals von Klerman und Weissman.

Bei der praktischen therapeutischen Arbeit mit depressiven Patienten erkannte sie, dass man mit dem Verfahren der IPT bei chronisch Depressiven, insbesondere bei denen mit frühen Lebensbelastungen und Traumatisierungen auf Grenzen stieß. Grenzen, die im CBASP Behandlungsmanual deutlich mehr Berücksichtigung fanden, indem beispielsweise in besonderer Weise auf die Gestaltung der therapeutischen Beziehung eingegangen wird. Zum Beispiel wird der Therapeut angeleitet, sich in einer bewussten Weise ganz persönlich beim Patienten einzubringen, damit der Patient seine eigene destruktive Entwicklungsgeschichte erkennen und revidieren kann. Auch den zu erwartenden therapeutischen Reaktionen und Frustrationen beim Umgang mit chronisch Depressiven wird viel Beachtung geschenkt. Das CBASP Manual gibt Erklärungen, warum sich der Therapeut in diesem Kontext so fühlt wie er sich fühlt und wie er mit verschiedenen Impulsen und Reaktionen umgehen kann. Dazu gehört beispielsweise, dem Drang zu widerstehen, für den Patienten die Arbeit zu machen. Oder zu verhindern, dass Frustrationen entstehen, die dann in Ärger umschlagen.
 

Publikationen zu Chronischer Depression und CBASP

CBASP-Behandlungsmanual:Psychotherapie für chronische Depression

  • Schramm E, Schweiger U, Hohagen F. & Berger M. (2006). Psychotherapie für chronische Depression. Cognitive Behavioral Analysis System of Psychotherapy (CBASP) von James P. McCullough. Deutsche Übersetzung und Bearbeitung. München: Elsevier.

Übersichtsarbeiten:

  • Schramm E, Caspar F, Berger M. (2006) Spezifische Therapie für chronische Depression – Das „Cognitive Behavioral Analysis System of Psychotherapy“ nach McCullough. Nerven-arzt. 77: 355-371.
  • Schramm E & Kech S. (2006). Störungsspezifische Psychotherapie chronischer Depressionen. Info Neurologie & Psychiatrie, 1, 42-49.
  • Schramm E, Brakemeier EL, Hautzinger M. (in Vorber.) Fortschritte der Psychotherapie: Chronische Depression.Stuttgart: Hogrefe Verlag.

Fallbeschreibung:

  • Schramm E. (2009) Neue Wege beschreiten – Behandlung einer chronisch depressiven Patientin mit dem „Cognitive Behavioral Analysis System of Psychotherapy“ Psychiatrie up2date.

Buchkapitel:zum Seitenanfang

  • Schramm E. (2007). Das „Cognitive Behavioral Analysis System of Psychotherapy" für chronische Depression. 2.Ed. In Schauenburg H. & Hoffmann N. (Hrsg.): Psychotherapie der Depression. Stuttgart: Thieme-Verlag.
  • Schramm E & Bauer M. (2008). Chronische und therapieresistente Depressionen. In Voderholzer U. & Hohagen F. (Hrsg.): Therapie psychischer Erkrankungen - State of the Art. 4.Ed. München: Elsevier.
  • Schramm E. (2005). Psychotherapie chronischer Depressionen. In Normann K. & Berger M. (Hrsg.): Highlights in Psychiatrie und Psychotherapie. München: Elsevier.
  • Dykierek P & Schramm E. (2005). Psycho- und soziotherapeutische Ansätze bei therapieresistenten Depressionen. In M. Bauer, A. Berghöfer & A. Adli (Hrsg.), Akute und therapieresistente Depressionen. Heidelberg: Springer.
  • Brakemeier EL & Schramm E. (2008). CBASP: Cognitive Behavioral Analysis System of Psychotherapy. In Bschor T. (Hrsg.): Behandlungsmanual therapieresistente Depression. Stuttgart: Kohlhammer

Wissenschaftliche Publikationen:

  • Zobel I, Werden D, Linster H, Dykierek P, Drieling T, Berger M, Schramm E. (2009). Theory of Mind deficits in chronically depressed patients. J Int Neuropsychol Soc (submitted).

  • Wilbertz G, Brakemeier EL, Zobel I, Härter M, Schramm E. (2009). Exploring preoperational features in chronic depression. J Aff Disord (submitted).

  • Schramm E, Zobel I, Kech S, Brakemeier EL, Dykierek P, Berger M. (2009). Efficacy of CBASP vs. IPT in early onset chronically depressed patients. J Aff Disord (in prep.).

     

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